S P I E L B E R I C H T
24. 10. 2009
von HCB7
FC GATT : Idee
Zum damaligen Zeitpunkt dachten wir das sei eine gute Idee
Samstag 24.10.2009, man lockte den FC Gatt mit einer scheinbar guten Idee erneut auf die Schmelz. Hintergrund war, dass man sich noch kurz vor dem Feiertag körperlicher Betätigung hingeben wollte und so folgte man der Einladung von DSG Idee. Ulrich ‚Hochhauser’ Voit besuchte währenddessen in seiner neuen Funktion als Sportmanager des FC Gatt die Fußballstadt Barcelona, um junge Talente für den FC Gatt zu suchen. Und auch dem Platzwart der Schmelz schien Barcelona ein Anliegen zu sein. Er klärte uns nämlich vor Spielbeginn darüber auf, dass der Platz kaputt wäre, wenn der FC Barcelona hier spielen würde. Parkplatz würden die Spieler aber auch keinen finden, meint Ihr Berichtsschreiber. Gut, wie auch immer, worauf der Platzwart nach einem mehrminütigen Monolog hinaus wollte, war, dass wir mit Kunstrasenschuhen spielen müssen. Deshalb blieben die „g’schraubten Blutgrätsch’n Pantoffelchen im Tascherl“ und das Kunstrasenwerkzeug musste herhalten.
Die erste Hürde geschafft, bereitete man sich mental einmal darauf vor, dass es immerhin der Tabellenzweite ist gegen den man das Vergnügen hatte. Allerdings hatte der FC Gatt zwei Siege in Folge in der Tasche und war dementsprechend motiviert. Ob der spätherbstlich angenehmen Temperaturen fanden auch einige Anhänger ins Stadion. Viele davon, insbesondere die gegnerischen, scheuten dabei keinerlei Strapazen und sind in die hunderte Kilometer weit entfernte, große Stadt gefahren, um ihren Jungs beim Spielen zuzusehen. Mit im Gepäck eine sehens- und hörenswerte Choreo von den „los cassettos“.
Als zweite Hürde stellte sich ein neuer Schiedsrichter heraus. Zwar nicht unbedingt ein „Frischg’fangter“, aber dennoch ein völlig neues Gesicht im DSG Zirkus. Der Schiri verwirrte uns erstmals, indem er bereits um 14.45 statt um 15.00 seine Pfeife ertönen ließ. Nachdem alle FC Gatt Spieler ihre Trainingsjacken ausgezogen hatten, teilte uns den Schiri aber mit, dass er nur „Hallo“ sagen wollte. Um 15.00 Uhr erfolgte dann der tatsächliche Spielbeginn. Davor klärte uns der Schiri aber noch auf, dass er im Sinne des Spielflusses keine kleinen Fouls pfeifen werde, diese aber sehr wohl registriert und sollte man diese schiedsrichterische Spielflussgestaltung ausnützen wollen, würde der Schiri hart durchpfeifen. Deshalb, liebe Leserinnen und Leser, werfen Sie das Regelbuch weg, denn das was dann folgte war ganz schmutziger Straßen-Fußball. Stimmt zwar nicht, hat sich aber für den Bericht angeboten.
Beim Spielen zusehen – damit musste sich auch der FC Gatt anfreunden, denn der Gegner war von Beginn an schneller, athletischer und kraftvoller. Aus irgendeinem Grund sah der FC Gatt weder auf den Seiten noch in der Mitte einen Ball und musste dem Gegner von Beginn an nachlaufen. So überrascht es nicht, dass der FC Gatt einen Spieler in der Mitte nicht bändigen konnte und dieser mit einem schönen Lochpass seinen Stürmer bediente. Dieser spielte den Ball dann von halbrechts unhaltbar für Steff ins linke, lange Eck zum 1 : 0.
Was darauf folgte, war für den Gegner nicht zu glauben. Während alle FC Gatt Spieler in ihrer schlechten Verfassung verharrten, lief einer zur Höchstform auf, und zwar Steff, the Goalie. In einer Situation musste der Gegner im Strafraum dreimal den Ball aufs Tor schlagen, bis der Ball von Steff über die Latte gelenkt werden konnte. Andere Male retteten die Stange oder der Ball ging ganz knapp an unserem Gehäuse vorbei. Egal, auch wenn die Bälle aufs Tor gegangen wären, hätte sie Steff in dieser Situation wohl gehabt. Obwohl sich der Gegner in unserer Mannschaft festsetzte, fanden sie keine Idee, den Ball ins Tor zu bringen und das obwohl jeder von ihnen „Idee“ am Trikot stehen hatte.
Der FC Gatt auf der anderen Seite fand kein geeignetes Mittel durchzukommen. Kaudi verhungerte als einzige Spitze, hohe Bälle wurden von den körperlich überlegenen Gegenspielern entschärft und auch mit Kurzpassspiel kam man nicht besonders weit. Einen großen Anteil an dieser schlechten Performance hatte wohl das Mittelfeld, das eigentlich nicht vorhanden war und keinerlei spielgestaltende Akzente setzen konnte. Auch versuchte Einzelaktionen waren erfolglos. In die Pause rettete man sich Dank Steff mit einem 0:1 Rückstand.
Mit Ende der ersten Halbzeit drehte auch die Stimmung in den Fanlagern. Die aufgeheizte Atmosphäre ging so weit, dass der 5-jährige Nikola mit Beginn der zweiten Halbzeit zu einem Platzsturm ansetzte und nur durch die Überredungskunst von HCB7 gestoppt werden konnte.
In der Pause einigte man sich auch darauf, dass HCB7, der sich gleich zu Beginn des Spieles bei einem Pressball verletzte und auch sonst sportlich eher unauffällig agierte, gegen Milli ausgetauscht wird. Bis Milli dann aber tatsächlich am Spielfeld erschien, verging eine geraume Zeit. In dieser Zeit wechselten Stefan und HCB7 die Seiten, da HCB7 in ersten Hälfte relativ viel Platz auf der rechten Seite hatte. Interessanterweise hatte HCB7 zu Beginn der zweiten Hälfte auch auf der linken Seite relativ viel Platz. Böse Stimmen meinen, dass man ihn im Gegensatz zu früher einfach nicht mehr als gefährlichen Spieler erst nimmt. HCB7 meint, dass es an seinen wieselflinken Bewegungen lag. Wie auch immer über die linke Seite kamen zu Beginn der zweiten Hälfte noch zwei drei gute Passes, die HCB7 allesamt nicht nutzen konnte.
Insgesamt konnte sich der FC Gatt in der zweiten Hälfte aber etwas steigern und den einen oder anderen gefährlichen langen Pass in die Tiefe des gegnerischen Spielfeldes setzen. Der Torerfolg blieb anfangs noch aus.
Mit der Einwechslung von Milli kam aber auch neuer Schwung ins Spiel des FC Gatt. Leider nicht mit Video mitgeschnitten die extrem flinken Haken und Täuschungsmanover von Alexander ‚Dallos’ Milli. Nach rund 20 Minuten Spielzeit in der zweiten Hälfte brachte Samir den Ball in der Mitte zu Stefan, der in der Mitte bei rund 16 Metern den Ball schön mitnehmen kann und im Strafraum zu Fall gebracht wird. Klare Reaktion war natürlich der Pfiff des Schiedsrichters. Zum Erstaunen aller entschied der zu diesem Zeitpunkt nicht ganz Unparteiische aber auf Abseits und nicht auf Elfmeter. Richtig ist, dass Kaudi oder Milli tatsächlich im Abseits standen, allerdings gab es in der ersten Hälfte eine vergleichbare Situation, in welcher der Schiri meinte, dass der im Abseits stehende Spieler nicht ins Spiel eingegriffen hat. Wieder einmal musste man erkennen, dass der sogenannte „Underdog“ nach Strich und Faden betrogen wird.
Nach der Devise von „aufgeben tuat ma an briaf“ bemühte sicher der FC Gatt weiter. Kurze Zeit später tritt Kaudi von halbrechts zu einem Freistoss an. Der Freistoss wurde mit den lautstarken Tribünengesängen „pick eaman eine, wir singen pick eaman eine“ eingeleitet und zeigte Erfolg. Samir konnte den gefühlvoll hereingebrachten Ball per Kopf im gegnerischen Gehäuse unterbringen und so stand es 1 : 1. Der mittlerweilen bei Gerstensaft auf der Tribüne weilende HCB7 empfahl nun, Beton anzurühren und verabschiedete sich unter der Dusche.
Ein Schmankerl hatte in dieser hitzigen Phase noch der Schiedsrichter bereit. Beim Spielstand von 1:1 war ein Out ohne jeden weiteren Zweifel für Idee zu geben, der Schiedsrichter entschied jedoch auf Out für FC Gatt. Die daraus resultierenden Aufregungen der Gegner schmetterte der Schiedsrichter mit den Worten „Is des net wuascht do in der Mittn“ ab.
Unter der Dusche war noch der Jubel der angereisten gegnerischen Fans zu hören, deren Mannschaft kurz vor Ende den Ball zum 2 : 1 unter die Latte setzten. Dies war dann auch der Endstand.
Obwohl ein Unentschieden vom Spielverlauf her nicht verdient gewesen wäre, meine ich, dass wir uns ein Unentschieden verdient hätten. Als positives Element blieb dann nur noch der Blick auf die Tabelle, der zeigt, dass der FC Gatt auch in der oberen Tabellenhälfte gute Figur macht.
| Rang |
| Mannschaft |
| Spiele | S | U | N | Torverhältnis | Tordifferenz | Punkte |
| 1 |
|
| 7 | 6 | 0 | 1 | 28:14 | 14 | 18 | |
| 2 |
|
| 6 | 5 | 1 | 0 | 24:7 | 17 | 16 | |
| 3 |
|
| 6 | 4 | 1 | 1 | 26:9 | 17 | 13 | |
| 4 |
|
| 7 | 3 | 2 | 2 | 27:14 | 13 | 11 | |
| 5 |
|
| 7 | 3 | 0 | 4 | 18:24 | -6 | 9 | |
| 6 |
|
| 6 | 2 | 1 | 3 | 15:11 | 4 | 7 | |
| 7 |
|
| 7 | 1 | 3 | 3 | 15:21 | -6 | 6 | |
| 8 |
|
| 7 | 2 | 0 | 5 | 15:28 | -13 | 6 | |
| 9 |
|
| 7 | 2 | 0 | 5 | 13:26 | -13 | 6 | |
| 10 |
|
| 6 | 1 | 0 | 5 | 12:39 | -27 | 3 |