25. Kaplan Fritz Pechtl Gedächtsnisturnier

Samstag, 26. 11. 2005, 14.00 Uhr

Spielzeit jeweils 1 x 20 min

 

Prolog:

Die handelnden Personen Helmut, Marc und Milli müssen ziemlich verwundert gewesen sein, als sie - zu welcher Zeit auch immer - als erste am Spielort eingetroffen waren: Hatten sie sich im Tag geirrt? War doch Mauer und nicht die Marswiese der Spielort? Sollten sie gleich wieder die Flucht ergreifen?

Man entschloss sich nach intensiver Beratschlagung zum energischen Handeln und rief einmal Georg übers Handy an, ob doch alles seine korrekte Bestimmung hätte. Dieser bestätigte, und so sahen sich die handelnden Personen Helmut, Marc und Milli zum ersten Mal in ihrer langen FC GATT Karriere zum Ergreifen von Initiative gezwungen.

Man entschloss sich nach intensiver Beratschlagung erneut zum energischen Anrufen bei Georgs Handy, um den Verbleib der fehlenden Spieler Andi, Bastl, Gerhard ernsthaft zu urgieren. Nun, Gerhards genauer Aufenthalt ist in den seltensten Fällen feststellbar, Bastl und Andi waren jedoch - von Georg, da die Millis keine entsprechende Telefonnummer an Ort und Stelle haten -  rasch antelefoniert und logen, dass sich die Balken bogen. "Wir sind schon auf der Höhenstraße" hieß in Wahrheit "wir stehen beim Hanappi-Stadion, haben die dümmste Route gewählt, die uns jetzt schon die fünfte Rotphase einer Ampel begutachten lässt und werden noch etwa zwanzig Minuten bis zur Marswiese brauchen".

Nun war wiederum energisches Handeln gefragt, denn das erste Match sollten schon die Gatterhölzler bestreiten, und es waren ja noch weder Dressen noch ausreichend Spieler vorhanden. Also entschlossen sich die handelnden Personen Helmut, Marc und Milli zur Krisenintervention beim Turnierleiter, dieser schob das erste FC GATT Match um zwei Spiele nach hinten, und man konnte erstmals durchschnaufen.

Doch es tauchte bereits die nächste schier unüberwindbare Hürde auf: Falls die Dressen doch noch einträfen, wo sollte man sich denn umziehen? Sonst hatte man immer genaue Anweisungen gekommen wohin man sich zwecks Leibchentausch zu wenden hätte, aber heute? Also entschloss man sich wiederum zu intensiver Beratschlagung, mit dem Ergebnis, dass Milli - als der finanziell potenteste - sich zum Hallenwart wagte, zehn Euro erlegte und den Kabinenschlüssel mit der Nummer fünf erhielt.

Die handelnden Personen Helmut, Marc und Milli begaben sich also die Stufen hinunter und fanden auch die richtige Kabine, es wäre kleinlich die dazu erforderlichen Beratschlagungen und Beschlüsse im Einzelnen aufzuzählen. Denn, dieser Tag war doch einigermaßen verzwickt, und es lauerte schon die nächste Hürde: Ein Zettel mit den Namen der Mitspielenden, deren Geburtsdaten und Unterschriften musste vorgelegt werden. Also beschloss man nach wiederum intensiver Beratschlagung Helmut, seines Zeichens Rechnungsprüfer des Vereins, die Feder in die Hand zu drücken, und dieser füllte aus und schrieb, dass es eine Freude war. Böse Zungen behaupteten später, dass er diese Aufgabe aus dem Stegreif bei weitem bravouröser, fehlerfreier und leserlicher erledigt haben sollte, als so mancher hauptamtliche Funktionär, der auf Grund seiner langwierigen Verletzung eigentlich vor jedem Spiel Zeit genug finden sollte, um dem Formalismus Genüge zu tun und dabei auch noch Freundlichkeit auszustrahlen.

Bis 14.15 waren nacheinander Gerhard, welcher schon den ganzen Vormittag an einem anderen Hallenturnier teilgenommen hatte, Andi, Bastl und Georg eingetroffen, sodass ernstlich mit dem sportlichen Beginn des Hauptevents spekuliert werden durfte. Nicht ohne sich vorher noch über den Turnierleiter lustig zu machen, welcher über Lautsprecher verkündet hatte: "Weil die Mannschaft des FC GATT noch keine Dressen hat, verschieben sich die folgenden Partien!". Dies veranlasste jedoch natürlich nicht zu schlechtem Gewissen sondern zur Bekanntgabe der taktischen Meistervariante, ausgegeben von Herrn Georg Grossauer höchstpersönlich, der sich an dieser Stelle einmal selbst ein Denkmal setzten möchte. Nach seinem Empfinden wird diese taktische Raffinesse künftig den europäischen und Weltfußball in einer Weise revolutionieren, wie sie derzeit kaum absehbar sein kann.

 

Aufstellung:

Andi Kauderer (Tor)

Georg Grossauer

Sebastian Voit, Helmut Beer, Sascha Milicic, Marc David

Ersatz: Gerhard

 

 

Spielbericht FC GATT : Good Food  1 : 0

So unscheinbar diese Aufstellung auf den ersten Blick scheinen mag, beherbergte sie jedoch DEN Sprengstoff des Turniers: Die Einführung der Viererkette in der Halle mit Libero.

Der Vorteil war zunächst nicht für alle auf den ersten Blick ersichtlich, so hörte man da und dort auf den Zuschauerrängen manch abfälliges Wort zur Leistung der Gatterhölzler.

Diese spielten jedoch organisiert, und das war das Geheimnis des Erfolges. Etwa in der Mitte der Spielzeit nahm sich Bastl ein Herz, tanzte mit dem Ball durch die Mitte, zog ab und erzielte das 1 : 0. Dieses wurde bis zum Schluss gehalten, nennenswerte Chancen für die Gegner gab es nicht.

 

Spielbericht Torpedo Hietzing : FC GATT  1 : 1

Wegen der Spielverschiebung mussten die Gatterhölzler gleich darauf die nächste Partie bestreiten. Torpedo Hietzing war körperlich wesentlich präsenter als der erste Gegner, trotzdem gelang Marc der Führungstreffer. Unglücklich fiel der Ausgleich: Ein weiter Ball an die Seitenbande, Andi läuft raus und erreicht ihn nicht, in der Mitte lassen Helmut und Gerhard den Stürmer ziehen, dieser erzielt den Ausgleichstreffer. Marc hätte noch den Führungstreffer erzielen können, verzichtete aber. Kurz vor Schluss, als eine gewisse körperliche Müdigkeit kaum mehr zu leugnen war, köpfelte ein gegnerischer Stürmer noch alleine vor dem Tor stehend über das selbige.

 

Spielbericht FC GATT : Come In  5 : 2

Die Gatterhölzler neigen ja bekanntlich nicht dazu, einen Gegner zu unterschätzen, besonders nicht, wenn es sich um lauter junge Buam, sagen wir Marienkäferl, handelt. So wundert es wenig, dass Come In in Führung ging. Dann zeigte der FC GATT jedoch, wo der Bartl den Most herholt. Zunächst in Form des Hallenfiligranfeinmechanikers Georg, der seinen Alters- und Gewichtsüberschuss dazu nützte, den Gegnern die Freude an Sport, Bewegung und dem Leben an sich zu nehmen. Hilferufe beim gewohnt hervorragenden Schiedsrichter Werner Stengl, diesmal bescheiden mit UEFA-Trainingsjacke, verhallten zunächst ungehört. Den Gatterhölzlern gelang zunächst der Ausgleichs-, kurz darauf der vermeintliche Führungstreffer. Der gewohnt hervorragende Schiedsrichter Werner Stengl zeigte auch schon zur Mittellinie, hatte aber dann doch mit den Reklamationen des Gegners ein Einsehen und gab den Treffer nicht, weil der Ball möglicher Weise noch nicht vollständig über der Linie gewesen sein könnte. Praktisch im Gegenzug die gleiche Aktion auf der anderen Seite, diesmal erkannte jedoch das geschulte Auge des Referees, obwohl hinter der Mittellinie platziert, dass der Ball mit vollem Umfang (2r*pi) die Linie überquert hätte und dieser Führungstreffer zählte. Der FC GATT warf alles nach vorne: Gerhard übernam die Liberoposition, Georg ging nach vorne, und man griff an, stürmte, rempelte und traf zum Ausgleich. Böse wurde man selbst auch gefoult, Milli lag derart bemitleidenswert am Boden, dass sich die Aufmerksamkeit aller auf ihn richtete, Georg spielte derweil den Ball zu Helmut, dieser stutzte einige Zeit, wollte sichs aber mit dem Kapitän aufstellungsmäßig nicht verscherzen, gab den Ball zurück, und der Führungstreffer war erzielt. Die Jungspunde griffen an, liefen in Konter und bekamen ihre Packung innerhalb der letzten zwei Minuten. Torschützen: 2 x Helmut, Marc, Milli und Georg

 

Spielbericht V. E. T. : FC GATT  1 : 3

Weniger die Gewohnheit manch handelnder Person jede Spielpause zum Konsum von zwei Seitln zu nutzen, als die bereits hinter sich gebrachten Anstrengungen des heutigen Tages ließen die Gatterhölzler gegen V. E. T. gehörig ins Wanken kommen. Die Gegner stürmten und spielten, kaum angefangen zog ein Angreifer derartig wuchtig ab, dass man seinen Torerfolg lediglich am flatternden Netz erkennen konnte, der Ball war sofort wieder aus dem Gehäuse geprallt. Doch wieder gelang es dem FC GATT einen Rückstand aufzuholen. Marc gelang mit einem perfekten Schuss der Ausgleich, Helmut nützte Georgs Anweisung "bleib ruhig" sofort abzuziehen und den Führungstreffer zu erzielen, und als die Gegner stürmten und drängten, legte Marc noch eins drauf. Besonders hervorheben muss man in diesem Spiel auch die Leistung des "Panthers von der Marswiese", Andi hielt was zu halten war, warf sich den Gegnern mit Todesverachtung vor die Beine, war übermenschlich. Gegen Ende des Spieles wurden die notwendigen Maßnahmen gesetzt, um die Führung nicht noch zu verjuxen, Zeitschinden, Bälle nicht holen, Milli austauschen, und dann war es vollbracht: Sieg im 25. Kaplan Fritz Pechtl Hallenfussball-Gedächtnisturnier Teil 2.

 

Epilog:

Es war ein tolles Gefühl als designierter Hallensieger nach oben zu steigen, in die Kantine, eine Runde Seitln zu genießen, die Milli für den Fall eines Sieges im letzten Spiel in Aussicht gestellt hatte, zur Siegerehrung zu schreiten und den Pokal in Empfang zu nehmen, den gewohnt hervorragenden Schiedsrichter Werner Stengl dazu aufzufordern, vom Hallensieger ein Foto zu schießen.

Mannschaft Siege Unentschieden Niederlagen Torverhältnis Punkte Platz
FC GATT 3 1 0 10 : 4 10 1
Torpedo Hietzing 1 3 0 8 : 7 6 2
V. E. T. 1 2 1 7 : 6 5 3
Good Food 0 3 1 4 : 5 3 4
Come In 0 1 3 7 : 13 1 5

 

Torschützenliste:

Marc 4

Helmut 3

Milli, Bastl, Georg je 1

 

Bewertung:

Andi 6

Georg 5

Bastl 5, Gerhard 5, Milli 5, Marc 6, Helmut 6

 

 

Bewertungsschlüssel:

0: zu kurz eingesetzt/ohne Wertung

1: schlecht

2: schwach

3: durchschnittlich

4: gut

5: sehr gut

6: erweiterte Weltklasse