Olympic Vienna : FC GATT 0 : 11 (0 : 3)
Sonntag, 18. 9. 2005, 17. 00 Uhr ASV 13
Tor FC GATT:
Hör der Hörminator: 5
Clemes, Georg 2
Helmut, Marc 1
Gelbe Karte:
Gegner und ein Gegner wegen intimer Handgreiflichkeiten im Zweikampf inklusive diskriminierenden verbalen Kommentars
Aufstellung:
Markus Bielohuby
Christian Aigner, Ulrich Voit, Gerhard Schmalek, Sebastian Voit
Clemens Gangl, Helmut Beer, Michael Schwarzinger, Marc David
Markus Hör, Georg Grossauer
Spielbericht:
Was es für eine Mannschaft bedeutet, nach 21 Jahren - in Worten: einundzwanzig Jahren - erstmals zweistellig zu gewinnen, werden sich die wenigsten vorstellen können, weil die wenigsten Leser wahrscheinlich seit mehr als 21 Jahren lesen können (jetzt bitte schnelle nachrechnen!), bzw. weil es die wenigsten Vereine schon seit 21 Jahren gibt.
Liebe Anhänger von Olympic Vienna, dieser Spielbericht wird euch wahrscheinlich nicht gefallen, aber bitte um Verständnis dafür, dass man nach dem ersten zweistelligen Sieg in der Vereinsgeschichte ins Schwärmen gerät, und dass die Wahrheit bekanntlich eine Tochter der Zeit ist.
An dieser oder ähnlicher Stelle hat man auch schon bewegende Abschiedworte so oder so gelesen - da wollen wir nicht daran rühren - aber heute ist ein Tag der großen Feiern, alles ein riesiger Heuriger!
Mittlerweile muss ich jedes Wort schon zweimal schreiben, um es einmal richtig buchstabiert zu haben, ob der grenzenlosen Euphorie, die mich nach dem heutigen Rekordsieg überkommen hat (natürlich ist dabei keinerlei Alkohol im Spiel, und natürlich sind wir alle mit einem öffentlichen Verkehrsmittel oder Taxi nach Hause gefahren).
Trotzdem möchte ich diesen historischen Erfolg, welcher nach österreichischem Selbstwertempfinden nur mit dem Sieg des Entsatzheeres vor Wien, den Siegeszügen der Feldmarschalle Graf von Radetzky und Prinz Eugen oder der Seeschlacht vor Lissa, dem Einzug von Karl Schranz auf den Ballhausplatz und dem Musikantenstadel in Peking in einem Atemzug zu nennen ist, in Worte der Rührung, des Dankes und der Ergriffenheit fassen.
In diesem Auswärtsmatch beginnt der FC GATT so wie gewohnt: Bielo, mit Gerhard durchgehende vierundzwanzig Stunden zuvor am Polterabend in Budweis befindlich (wo sich angeblich kein Geschenk für den Geburtstagsjubilar Georg auftreiben ließ ...), lässt sich von Gegner und Ball überraschen, das 1 : 0 wird jedoch als Tormannfoul gewertet und nicht gegeben.
Woraufhin ein unwiderstehlicher Angriffssturm des FC GATT zu toben beginnt. Immer wieder werden die gegnerischen Abwehrreihen über die Flügel aufgerissen, zunächst ohne Erfolg. Bis Markus Hör das Leder erobert, alle Gegner aussteigen lässt und noch den Ball über den Tormann lupft. Wenig später das 0 : 2 und 0 : 3 durch Georg und Clemens, Reihenfolge nicht mehr ganz gesichert, aber auf jeden Fall über die Flügel.
Kurz vor der Pause haben die Gastgeber noch die Chance auf den Anschlusstreffer, der die Gatterhölzler vielleicht noch in Verlegenheit hätte bringen können, aber Bielo, mittlerweile munter und ernüchtert, hält bravourös.
Pause 0 : 3, danach gehen die Gastgeber energischer ans Werk, müssen jedoch bald das 0 : 4 und 0 : 5 hinnehmen und w. o. geben. Nun ohne Anspruch auf Richtigkeit der Reihenfolge:
Marc tankt sich links durch, schießt ins lange Eck, Tor. Gestocher im Strafraum, der Ball wird zu Helmut zurückgespielt, der schießt durch die Menge hindurch, Tor. Clemens tankt sich links durch, seinen Stanglpass verwertet der Tormann. Clemens noch einmal von links, seinen Stanglpass verwertet Georg. Hörli noch zieht mehrmals ganz allein aufs gegnerische Gehäuse, schießt Tor um Tor.
Bei den Gegnern klappt nichts mehr, Abseitsfalle hin oder her, bei den Gatterhölzlern geht alles, Chancen werden vorgefunden und genutzt. So kommt es zu einem Viertel-Jahrhundert-Sieg, der als Sieg ehrlicher Weise in Ordnung geht, aber in dieser Höhe halt nur alle 21 Jahre FÜR den FC GATT ausgeht.
Wir sind überglücklich, übermannt von Siegeshöhe und Geburtstagen gießen wir elektrolytische Getränke in uns hinein. Es wird auch wieder anders kommen, aber heute gehört die Nacht uns!
Bewertung:
Markus Bielohuby 4 (nach Herabsínken auf 1,9 %o in Minute 20)
Christian Aigner 4, Ulrich Voit 4, Gerhard Schmalek 4, Sebastian Voit 4
Clemens Gangl 4, Helmut Beer 4, Michael Schwarzinger 4, Marc David 4
Markus Hör 7 (6 ist Weltklasse, 7 ist schon Raumschiff-Enterprise-Klasse), Georg Grossauer 4
Publikum:
Als Publikum von Gatterhölzler Seite waren zunächst Conny und Anhang vorhanden, weiters Sascha Milic, Franz und Fanclubpräsident Nico. An so einem historischen Tag darf das nicht unerwähnt bleiben. Milli hat angeblich herausgefunden, wie er nach seiner Verletzung wieder erfolgreich Tore schießen kann, Franz hat angeblich herausgefunden, dass ihn seine Frau beim nächsten Mal wieder mitspielen lässt, und Nico findet nichts, weil er auch nicht sucht. Aber er ist dafür auch der einzige, der von sich behauptet, einmal mit ...
Bewertungsschlüssel:
0: zu kurz eingesetzt/ohne Wertung
1: schlecht
2: schwach
3: durchschnittlich
4: gut
5: sehr gut
6: erweiterte Weltklasse
Torschützenliste:
Hörli 5,
Marc, Clemens, Georg 2
Helmut 1